Japan – Tokyo – die japanischen Alpen und gibt es auch die japanische Südsee? (14.2-17.3.2026)

Geneigte Leserschaft, ist es nicht irgendwie langweilig, immer dasselbe Land zu bereisen und dazu auch noch mit der Lufthansa denselben Carrier zu benutzen? Nun, ich will es einmal so formulieren, Luxus kann niemals langweilig werden, wenn er in Dosen angewandt wird – und Krethi mit seinem Plethi müssen sich diesen Luxus schließlich täglich erarbeiten. Das ist zwar ein wenig geflunkert, aber lassen wir es einmal dabei. Freuen wir uns lieber, auf die letzte absehbare 1st. Class Flugreise und hoffentlich einen tollen Aufenthalt im Staate Nippon. Diesmal reisen wir mit einem befreundeten Ehepaar, nennen wir sie mal „S“ und „D“. Unsere gemeinsame Reise führt uns von DUS über FRA nach Tokyo HND. Wir werden 4 Tage Tokio erkunden und dann in der Grand Class eines Shinkansen weiterreisen nach Nagano. Hier am Tor zu den japanischen Alpen, machen wir einen kurzen Abstecher in den „Affenpark“ bevor wir dann in der Green Class eines Shinkansen nach Toyama weiterreisen. Ich bin schon sehr gespannt auf die Grand Class und ob diesmal die Getränke und das Essen inkludiert sind. In Toyama, das liegt an der Nordküste gegenüber von Tokio, erleben wir hoffentlich etwas raues Seeklima und können dann umso mehr die Meeresfrüchte genießen, wofür diese Region bekannt ist. Hier trennen sich dann auch unsere Wege. S&D fahren weiter nach Osaka und verbringen den Rest Ihrer 14 Tage Reise in dieser Region. Für uns geht es dann erst richtig los. Wir fahren zurück nach Tokio und dann geht es per Flugzeug in den äußersten Süden des Landes. Weit über Okinawa hinweg auf die Insel Ishigaki-Jima. Wer mal auf die Landkarte schauen mag, Ishigaki liegt nur „wenige“ Kilometer vor der Küste Taiwans. Ich hoffe die Chinesen machen nicht just in dieser Zeit etwas Dummes!
Ishigaki – in der japanischen Südsee – soll ein Traum sein. Weiße Strände, hervorragende Tauchspots und eine Bevölkerung, die so ganz anders sein soll, als der Durchschnittsjapaner auf Honshu.
Dazu ein anderes Essensangebot. Selbstverständlich wird es auch hier Ramen und Co geben, aber zusätzlich ist die Insel (es ist ein Archipel) bekannt für seine ausgezeichneten Rind- und Schweinefleischgerichte. Ich bin schon sehr gespannt, liebe Leserschaft.
Wenn wir dann genügend Sonne und Salzluft getankt haben, geht es zurück nach Tokio und dann richtig in die Alpen. Wir wollen dann noch etwas den berühmten „japan powder“ genießen und eine Woche Skifahren, ehe es dann für den Abschluß zurück nach Tokio geht. Den Heimflug beginnen wir diesmal in Tokio Narita und fliegen mit der SWISS über Zürich nach Frankfurt. Leider „nur“ business, aber halt in der sehr guten Swiss. Der Rest wird dann wahrscheinlich Chaos mit der Bahn sein und so hoffen wir mal, zumindest in Köln zu stranden, da wir dort sicherheitshalber noch eine Übernachtung gebucht haben. Sollte alles planmäßig verlaufen, werden wir tags darauf, im geliebte Aachener Revier ankommen.

Werte Leserschaft, konnte ich etwas Ihre Neugierige anregen? Es würde mich freuen, wenn Sie uns zahlreich begleiten würden. Los geht es – bald. Ihr Krethi!

14.2.
Geneigte Leserschaft, kann die Zeit schneller vergehen, als in Gesellschaft guter Freunde? Ich meine nein und so fällt es mir schwer, nun endlich die bereits vergangenen Tage hier zu „Papier“ zu bringen. Fangen wir somit langsam mit dem 14.2. an. Die Anreise von mir und Plethi verlief erstaunlich gut. Mit dem Bus zur Ersatzhaltestelle der Bahn und dann weiter mit dem Schienenersatzverkehr zum Hauptbahnhof nach Aix la Chapelle. Mir ist heute ganz französisch zumute. Dort dann mit der Bimmelbahn, ganz pünktlich, zum Flughafen Düsseldorf. Ich erzähle hier nun nicht die Episode einer unwilligen Verkaufskraft, die mir ein Wurstbrötchen am Morgen verkaufte und bei Bezahlung mit einem 20er ein Rückgeld von einem 10er, 2 x 5er und einer 2er Münze zurückgab und dann bei meiner freundlichen Reklamation erstmal behauptete, er hätte alles korrekt gewechselt. Nun ja, Mathematik und frühes Aufstehen, vertragen sich nicht immer. Was soll’s, wir konnten es letztlich klären. Aber wo war ich? Ach ja, wir düsten also in einem karnevalistisch versiften Zugabteil Richtung Flughafen und kamen dort überaus pünktlich an. Das Maritimhotel war diesmal unsere erste Wahl.

Maritim Hotel

Nachdem wir kurz eingecheckt hatten, machten wir uns auf zum TuS-Treff. Näheres zu dieser Lokation findet sich in unseren älteren Reiseberichten. Dort machten wir dann einen Tisch für den Abend klar. Zurück im Hotel warteten wir dann auf ein Lebenszeichen von S&D. Die Beiden hatten sich für das Sheraton entschieden. Zur vereinbarten Zeit, trafen wir uns dann am Vorabend Check in Schalter der „Lusthansa“ und jeder checkte nach seinem Stand ein. Wir in die First und unser „Gefolge“ in die Business Class. Klar egalisierten wir diesen Standesunterschied bei einem nachfolgend leckeren Schnitzelchen, etwas Grünfutter und reichlich kühlem Pils im TuS-Treff.

Die darauf folgende Nacht schliefen wir alle gut, jeder an seinem Platz und der nächste Tag hielt dann ein erstes Highlight für uns und unsere Gäste bereit.

15.2.
Unser Flug ging recht früh und so trafen wir uns zeitig und durchliefen gemeinsam den Sicherheitscheck am Düsseldorfer Flughafen. Hier hatte man dann für alle Fluggäste eine kleine Überraschung parat. Die durchweg freundlich und hochmotivierte ex anatolische Belegschaft hatte für uns alle ein Spezialprogramm hinterlegt. Jede zweite Tasche wurde zum Drogentest ausgesondert. Dazu kam dann noch das Gepäck von den „Schlümpfen“ die immer noch nicht wissen, dass Nagelfeilen, Flüssigkeiten oder fast noch lebender Proviant nicht ins Handgepäck gehören. Was soll ich sagen, wir und besonders D waren nach dieser Tortur schon recht genervt. Wie gut, dass es eine Senator Lounge gab und dort ein leckeres Frühstück auf uns wartete.

Der Rest, hiermit meine ich den Kurzflug nach Frankfurt verlief unspektakulär. In FRA angekommen verließen wir dann das Terminal und machten uns mit unseren Gästen auf zum First Class Terminal der Lufthansa. Hier wurden wir dann endlich standesgemäß abgefertigt und wenig später genossen wir Ruhe, leckeres a la Card Essen und den ersten Schampus.

Zusammen brausten wir dann noch in einem Büschen direkt zu unserer 747 wo wir uns dann separieren mußten.

Die einen auf das Oberdeck in ihre Business und wir ganz in die Spitze, wo unser Thron (hiermit ist der Doppelsitz in der Mitte gemeint) in der First auf uns wartete. Was folgte, war für beide Parteien ein überaus leckerer, entspannter und mit einem gesegneten Schlaf verlaufender Flug. Tokio, wir kommen.

16.2
Nach einem guten Frühstück an Bord unserer alten Dame war Tokio Haneda bereits in Sicht und so dauerte es nicht lange, bis wir vor der Einreise standen. Dank unserer vorab Registrierung war dann die Emigration und der Zoll schnell und einfach erledigt und so trafen wie S&D völlig entspannt. Was soll ich sagen, geneigte Leser, wir waren so entspannt, dass wir anfangs zu blöd waren, um unsere vorab bestellten Shinkansen Tickets am Automaten abzurufen. Merket auf, will ich hier rufen, es war nicht das wir, ich war zu blöd. Was war geschehen? Anstatt den tatsächlichen QR-Code zu scannen, benutze ich den Code aus einem beliebigen Beispiel. Es dauerte zwei Minuten bis mein Groschen endlich fiel. Danach ging es dann easy weiter. S&D besorgten wir eine Suica Karte am Automaten und luden sie auch sogleich auf. Mittels dieser aufladbaren „Geldkarten“ konnten wir dann den regionalen Zugverkehr Richtung Innenstadt besuchen. Leider war ich bei der Streckenauswahl etwas – sagen wir lieber partiell – unaufmerksam. So kam es dann, dass wir nicht rechtzeitig den Zug wechselten und wir dadurch etwas länger unterwegs waren, als geplant. Aber jede Extratour endet dann irgendwann und so erreichten wir dann Tokyo Station (Hauptbahnhof)

Tokio Station (Hauptbahnhof)

und gönnten uns in den Außenarkaden erstmal 2 Runden Bier. So gestärkt erreichten wir dann nach einem kurzen Fußmarsch unser Hotel in Nihombashi (Sotetsu Fresa Inn Nihombashi). Hier mußten wir dann erstmal warten. Merket auf liebe Leserschaft. Wenn ein Hotel in Japan um 15:00 Uhr bezugsfertig sein soll, dann ist es das nicht bereits um 14:00 Uhr. Es ist es ganz genau um 15 und keine Minute davor. Habt ihr das verstanden?
Dem Krethi war das schon lange klar, dem eingefleischten Protestanten aber nicht. So kam es dann, dass wir erst einmal abgewiesen wurde, irgendwo in der Nähe unserer Unterkunft ein leckeres Süppchen zu uns nehmen durften, auf Shopping Tour gingen und danach endlich unsere wirklich kleinen Zimmer aufsuchen konnten. Apropos Shopping Tour, entgegen meiner Erwartungen war der Kosmetik Teil dieser Tour ratz fatz erledigt, die Damen unserer Gesellschaft wußten ganz genau was sie wollten und High Quality ist hier in Japan recht günstig. Unser Messer „D“ war da schon etwas unsicherer. In einer Einkaufsstraße (35.71147,139.78810) wo wir zig Haushaltswaren bzw. Messer Läden vorfanden, war er anfangs recht erschlagen. Aber letztendlich konnte auch dieser Einkaufswunsch zur völligen Zufriedenheit abgeschlossen werden.


Zum Abschluß dieses Tages waren wir dann noch in einer kleinen Izakaja (Kneipe) und genossen das ein oder andere Bier vom Fass. Dazu gab es Kleinigkeiten zum Knabbern. Verstehe man mich bitte nicht falsch. Wir waren in einer Hühnchen Izakaja. Hier gab es somit lauter Leckereien vom Federvieh und D mußte manchmal kapitulieren. Es ist nun mal nicht jedermanns Sache was der feuchtfröhliche Japaner so bei seinen Trinkeinlagen zu sich nimmt!

17.2.
Morgens (8:00) machten wir uns auf zum Tsukiji Fishmarket und genossen verschiedene Qualitätsstufen beim Thunfisch. Mir schmeckt sehr gut die teuerste Variante, das fette Fleisch der Unterlippe oder vom Schwanz des Fisches. Unseren Mitreisenden mundete dies überhaupt nicht. S präferierte hier ganz klar die europäische Version, so mager wie möglich. Den Japanern wird es gefallen, so bleibt mehr für sie.

Nach dem Fishmarkt schlenderten wir noch etwas durch den Stadtteil von Shinjuku. S&D verabschiedeten sich zu einem Schlummerstündchen und wir besuchten noch Godzilla und die 3-D CAT (35.69518,139.70192 und 35.69283,139.70080).


Gegen 17:00 waren wir dann wieder vereint und machten uns zum 2ten Highlight des Tages auf, eine Yakatabune Dinnerfahrt auf den Kanälen Tokios (Yakatabune Funasei via get your Guide, 35.62411,139.74396). Lecker Essen und endlos trinken war nun für 2 1/2 Stunden angesagt und so beendeten wir diesen Tag gut abgefüllt gegen 23:00 Uhr.

18.2.
Manchmal kommt es anders als man denkt! Wir mußten den heutigen Tag etwas umgestalten. Ursprünglich wollten wir nochmals früh zum Fischmarkt. Leider war ein Teil unserer Reisegruppe nicht ganz fit durch die Nacht gekommen, so blieben 50% etwas länger im Bett und der Rest erkundete die hervorragende und kostenlose Aussicht vom Metropolitan Gov. Building (35.68965,139.69166). Gegen 13:00 trafen wir uns dann und es ging mit der Metro Richtung Sky Tree. Was für eine schöne Aussicht. Gestern Abend konnten wir von Bord die Aussicht auf den Turm genießen, heute stehen wir nun selber auf 450 Meter über dem Meeresspiegel.

Danach gönnten wir uns das ein oder andere Bierchen und abends besuchten wir dann Shibuya Sky. Eine Aussichtsplattform im 45 Stockwerk mit Außenrolltreppe. Einfach mal bei Facebook oder Google nachschauen.

19.2.
Liebe Leserschaft, wer Hologramme und Lichtspiele mag, der sollte einmal bei Team Lab in Tokio vorbeischauen. Wir machten dies an diesem Tag und da die Anreise etwas kompliziert ist, nutzen wir erstmals das japanische Gegenstück zu UBER. Ich buchte uns über die GO-App ratz fatz ein Taxi und so erreichten wir für kleines Geld pünktlich gegen 9:00 die Location.


Danach besuchten wir den Toyosun Fischmarkt (weltgrößter Fischmarkt), schauten in eine leere Halle wo morgens eigentlich eine Thunfischauktion auf der Tagesordnung stand, aßen lecker Sushi in den angrenzenden Lokalen und bummelten weiter nach Asakusa um in der dortigen Brauerei ein kühles Blondes zu genießen (35.71015,139.80036).

Das Wahrzeichen der Brauerei ist „gelb“. Was soll das sein?


Gegen 20:00 hatten wir dann ein Abendessen gebucht in einer wirklich eleganten und lohnenswerten Sushibar.
(Sushi Kenshin Ebisa, 35.64603,139.71724)
Wir verbrachten dort sehr angenehme 2 1/2 Stunden.

20.2.
Tokio adieu, um 10:22 ging es ab Tokio Station mit einen Shinkansen in der exklusiven Grand Class in weniger als 1 1/2 Stunden und mit lecker Essen und Trinken (inkl.) nach Nagano.


Dort angekommen besorgten wir uns im Bahnoffice (Touristenschalter) alle nötigen zukünftigen Shinkansentickets. Merket auf liebe Leserschaft. Bahntickets sollte man sich immer einige Tage vor dem eigentlichen Reisetermin besorgen, sonst kann es passieren, dass der Zug ausgebucht ist und/oder die begehrte Green Class (oberhalb der ersten Klasse in D) nicht mehr buchbar ist. Kleiner Tip, Shinkansen Tickets ab Tokio besorgt man sich bereits zuhause via klook.com und druckt diese später am Flughafen in Haneda oder Narita aus. Den Rest besorgt man sich dann in jeder beliebigen kleinen Bahnstation. Wenn sprachliche Probleme auftauchen, bedient man sich des google translators (App) und bereits zuhause erkundet man die gewünschten Verbindungen, mittels der NAVITIME App.
Nach diesen kleinen Tipps kommen wir nun zurück zum Tagesverlauf. Nachdem wir uns die Tickets (S&D zu 100%) (Krethi und Plethi zu 50%) besorgt hatten, verließen wir den Bahnhof und wir verbrachten einen kalten aber sonnigen Tag auf dem Gelände des Zenko-ji Tempels bevor wir dann abends mein Lieblingsrestaurant im Bahnhofsgebäude aufsuchten. Hierbei handelt es sich um ein Steakrestaurant im Obergeschoß, direkt neben der Rolltreppe. Nachmachen ist dringend empfohlen.

21.2.
Das Metropolitan Hotel in Nagano ist meine erst Wahl. Große Zimmer, gute Betten, ein leckeres Frühstück (zumindest für Menschen die japanisches Essen zu schätzen wissen) ein geräumiges Bad und vor allen Dingen direkt ans Bahnhofgebäude angeschlossen. Ab 7:30 frühstückten wir und um 8:50 waren wir bereits „check out“ und auf dem Weg zur nahen Autovermietung. Hier hatte ich uns für 2 Tage einen Nissan für 6 Personen reserviert und in diesem brausten wir um 8:30 dann vom Hof der Autovermietung. Krethi war der einzige Fahrer und in aller Bescheidenheit kann ich schon vorausgreifend sagen, dass ich meine Fahrgäste gut ans Ziel und wieder zurück brachte. Ich hatte tolle Fahrgäste, meistens waren Sie mein zweites oder drittes Navigationsgerät. Öfters hatte ich auch einen Fahrlehrer an Bord und vereinzelt wollte mir jemand die Vorzüge einer analogen ADAC-Karte schmackhaft machen. Unter dem Strich aber, war es eine vergnügliche Autofahrt.


Wo wollte ich nun hin – ach ja, wir fuhren somit von Nagano nach Yudanaka Onsen um den berühmten Affenpark zu besuchen und abends einmalig, zumindest für S&D in einer original japanischen Herberge, genannt Ryokan, zu nächtigen.
Was soll ich sagen, die Damen waren im Affen- und Fotofieber und alle Erwartungen wurden erfüllt.

Den Nachmittag verbrachten wir bei bestem Wetter im Dorf (Yudanaka Onsen) bei so mancher Büchse Bier und abends besuchten wir dann noch eine mir bekannte Izakaya. Hier erlebten wir, alle total ausgehungert, einen Schock. Pünktlich gegen 18:00 bei der Eröffnung, standen wir vor der Tür und als D hineinstürmen wollte bekam er die Ansage vom Wirt, „sorry only drinking-no Restaurant“. Ich habe selten einen so geknickten „D“ gesehen. Aber was soll ich sagen, der Krethi, kurze Verhandlung und es war klar, wir können doch „Kleinigkeiten“ bestellen. Diese Kleinigkeiten waren dann etliche Spieße mit Hühnerfleisch, Leberspieße, Kartoffelsalat, eingelegtes Gemüse, Sushi und Ramensuppen. Dazu dann etliche Bierchen und natürlich Wein für „S“. Ein schöner Abend.


Die Nacht war es dann nicht für uns alle. Ein Ryokan hat i.d.R nur einen Schlafraum ohne Bett, man schläft
landestypisch auf einer Matte direkt auf dem Boden – Fachleute sagen Futton. Ich sage herrlich, für andere ist dies eine Tortur. Wenn dann auch noch das WC/Bad auf dem Flur liegt und wir versuchten unseren Gästen die Vorzüge eines privaten Onsen schmackhaft zu machen, dann kann dies schon einmal Alpträume und weitere Beschwerden auslösen. Geneigte Leserschaft ich habe hier natürlich nur spekuliert, Fakt war jedoch, einer schlief besonders schlecht und am nächsten Tag, war das echt tolle japanische Frühstück für so manchen auch kein Pluspunkt. Ich kenne jemanden aus meinem Freundeskreis, für den war China vor Jahren keine kulinarische Offenbarung und ich denke, ich kenne nun eine oder zwei Person, die nicht unsere Begeisterung für dieses Land zu 100% teilen werden.

22.2.
Die Rückfahrt nach Nagano verlief super und wir waren viel zu früh bereits wieder am Bahnhof. Da aber der Wettergott es ausgesprochen gut mit uns meinte, suchten wir uns ein bequemes Plätzchen im Außenbereich und bei 30 Grad in der Sonne, war viel Sonnencreme und leckere Kühlflüssigkeit angesagt. Die Fahrt mit dem Shinkansen nach Toyama in der sehr guten Green Class war in 50 Minuten erledigt und so enterten wir zügig unser in Bahnhofsnähe gelegenes Hotel JAL Toyama (sehr zu empfehlen).


„D“ war für die Auswahl dieses Hotel verantwortlich und ich muß sagen, erste Sahne lieber „D“. Große Zimmer und ein tolles Bad, ich bin auf das Frühstück gespannt.
Den Rest des Tages verbrachten wir bei ca. 20 Grad unter freiem Himmel, suchten in der Abenddämmerung eine Foodhall (im Bahnhofsgebäude) auf und dann trennten sich für heute unsere Wege. Ein Teil ging aufs Zimmer der andere erkundete noch etwas die Geschäftswelt von Toyama. Es gibt immer etwas, was man noch brauchen kann und wenn es auch nur Kumquats zum Nachtisch sind. Gute Nacht!

23.2.
Liebe Leserschaft, ich kann ohne rot zu werden behaupten, dass unser jetziger Standort nebst Hotel so einiges rausgerissen hat. Aber fangen wir ganz von vorne oder besser, mit einer kleinen Bettgeschichte an. Keine Angst, ich gleite nun nicht ins seichte Gewässer ab. Ich will nur berichten, dass wir alle hervorragend genächtigt haben und die morgendliche Duscheinlage in dieser kleinen Wellnessoase uns allen gut getan hat. Nach reichlich Schlaf und anschließendem guten Frühstück, ging es heute auf Erkundungsfahrt. Wir wollten etwas näher an die Küste und in dem kleinen Fischerort Hachimanmachi die sagenhafte rote Schnee-Krabbe kennenlernen – oder so.

Wer dieses Tierchen auch unbedingt probieren will, nimmt von Toyama aus die „Man-Yo-Line“ und steuert den Shinminato Kittokito Fisherman‘s Wharf an. Goggeln oder NAVITIME hilft!
So scheuten wir keine Mühen und machten uns im modernen Japan mit nicht so ganz modernen Forbewegungsmittel auf, diese einzigartigen Tierchen näher kennen zu lernen.

Keine Frage es ist uns gelungen!

Zurück aus Hachimanmachi machten wir dann mit einer Tram noch eine kleine Stadtrundfahrt und landeten dann endlich am Abend in der angesagten Ramenbar von Toyama. Hier genossen wir mehrheitlich die hier typische „schwarze“ Ramensuppe. Lecker – und das war zu 100% die Meinung der gesamten Trupppe. Ramen gut – alles gut.

24.2.
Zeit des Abschieds. Nach dem Frühstück hieß es nun, auf getrennten Wegen Japan zu erkunden. Wir sagen S&D adieu – es war schön mit Euch.

Ihr Weg führt nun Richtung Kyoto und Osaka und ich bin gespannt, was die Beiden so zu berichten haben, aber das ist dann nicht mehr Teil dieses Bogs. Ab jetzt muß die liebe Leserschaft wieder mit Krethi und seinem Plethi vorlieb nehmen. Wir haben noch etwas Zeit bis wir dann gegen 10:45 auch das Hotel verlassen müssen um die wenigen Meter Richtung Bahnhof zurückzulegen. Während S&D in der bewehrten Green Car reisen, wollte Plethi nochmals Grand Class genießen und da wir bis Tokyo rund 2 1/2 Stunden unterwegs sind, lohnt sich das dann irgendwie. In Tokyo werden wir dann in der unmittelbaren Nähe zum Airport Haneda im Kawasaki King Skyfront Tokyu REI Hotel übernachten um dann morgens recht früh mit der ANA nach Ishigaki aufzubrechen. Dazwischen liegt aber noch „one Night in Tokyo“. Mal sehen ob ich hierzu noch einen Kurzbericht nachreiche.

Nachtrag zum 24.2
Pünktlich um 11:20 verließen wir, in der Grand Class eines Shinkansen, Toyama. Fast hätte ich noch das Steuer übernommen.

Hierbei machte ich bei der Buchung den gleichen Fehler wie vor einem Jahr. Merket auf liebe Leserschaft, nicht jede Grand Glass hat eine Verpflegung inbegriffen. Ich weiß, wo ich das in der NAVITIME App ersehen kann, aber so manches mal, überlese ich es. So passierte es auch diesmal und wenn ich nun ganz ehrlich bin, ich hatte auch keine andere Wahl. Der „Verpflegungszug“ startete erst um 16:00 Uhr, dass wäre für unser Ansinnen sowieso zu spät. Was blieb, war einzig die Enttäuschung, als keine Zugbegleitung mit der Verpflegung erschien. Verstehe man mich nun hier nicht falsch, es war trotzdem eine sehr luxuriöse und angenehme Reise.

So erreichten wir gegen 14:00 Tokyo Station, suchten uns im Untergeschoß ein leckeres Restaurant und machten uns nach einem leckeren Mittagessen auf, via Nahverkehr, das Kawasaki Hotel zu erreichen. Nach dreimaligem Umsteigen und einem Fußmarsch von 1,5km kamen wir dort gegen 16:30 an.

Das Kawasaki Hotel liegt relativ weitab vom Schuß, seinen Vorteil spielt es aus, durch die Nähe zum Haneda Airport und den hauseigenen Shuttle Service, der in 10 Minuten z.B. Terminal 3 erreicht. Da wir einen Inlandsflug vor uns hatten, starteten wir diesmal von Terminal 2. Dahin braucht dieses Shuttle dann 15 Minuten. Aber bevor ich über das kleine Missgeschick spreche, was uns am nächsten Tag beim Transport passierte, erzähle ich noch kurz, wie der restliche Tag so im Kawasaki Hotel ablief.
Höhepunkt war ein kleiner Spaziergang mit Blick auf den nahen Flughafen und ein Bad im hauseigenen Onsen. Herrlich!

25.2.
Der Wecker ging um 5:00, gegen 5:50 standen wir bereit für den Shuttle Bus. Liebe Leserschaft, in diesem Hotel gilt der Grundsatz, keine Reservierung, wer zuerst kommt fährt mit, ist der Bus voll haben die Letzten halt Pech und nehmen ein Taxi. Wir waren pünktlich, übergaben unseren Koffer für Terminal 2 dem Fahrer und deponierten unsere Rucksäcke auf einem Sitzplatz im Bus. Die Fahrt verlief unspektakulär und als wir nach kurzer Fahrt am Terminal 2 ausstiegen, war ich kurzzeitig hoch zufrieden. Das änderte sich als der Bus losfuhr und ich meine Frau nach dem Koffer fragte. Schrecksekunde! Noch eine Sekunde! Erst dann realisierten wir, der Koffer ist noch im Bus und den sahen wir am Horizont verschwinden. Ich habe dann die Booking.com App aufgerufen und die beim Hotel vermerkte Telefonnummer markiert und angetippt. Warum? Nun wir haben für Japan nur eine Daten-SIM, somit funktioniert kein normales Telefon. Zum Glück für uns, funktioniert es aber aus der Booking.com App heraus. Ich erkläre mir das so, dass es wie bei WhatsApp funktioniert. Es klingelte also und ich konnte dem Hotelangestellten mein Problem mitteilen. Da nicht nur wir sondern auch der Fahrer einen Fehler begangen hatte, dauerte mein Telefonat nur ganze 2 Minuten und ich bekam die Auskunft, in 5 Minuten steht der Bus mit dem Koffer dort, wo wir ausgestiegen waren. Was soll ich sagen, so kam es dann auch und so blieb nur ein kurzer Schreckmoment am Morgen und alles war gut. Am Checkin der ANA hatten wir keine Probleme und als Senatoren hatten wir bei diesem Star Alliance Mitglied Vorteile bei der Gepäckmenge, der separaten Sicherheitskontrolle, Meilengutschriften und natürlich einen Loungezugang. Leider klappte kein Upgrade, da der Flug nach Ishigaki völlig ausgebucht war.
So kam es, dass wir die Lounge enterten, ein paar Bierchen zischten und pünktlich an Bord unserer Boing 787 gingen.

Flug ANA 089 startete pünktlich um 8:15, ich verschlief den Start und gegen 11:30 erreichten wir Ishigaki Jima.
Nach der Landung suchten wir die Station des Autovermieters auf und nach etwas Schreibkram nahm ich um 12:15 unseren zweiten Leihwagen in Besitz.

Danach hieß es einladen, Navi installieren und ab in Richtung unserer Herberge. Sagte ich es schon, hier waren es tags- und nachts zwischen 20-25 Grad. Nur die Luftfeuchtigkeit war etwas zu intensiv (Regen ab und an)
Auf dem Weg zum Hotel steuerten wir zuerst ein „all you can eat“ Buffet-Restaurant

an und gegen 16:00 erreichten wir unsere private Unterkunft in direkter Nähe zur Kabira Beach.
Ich war ziemlich groggy und so verbrachten wir den Rest des Tages auf dem Zimmer und gingen recht früh schlafen.

26.2.
Nach einem guten Frühstück stand Inselerkundung auf den Plan. Wie schon berichtet, haben wir hier durchgehende Temperaturen von 20-25 Grad, derzeit regnet es fast täglich und so waren wir happy, dass es am Ende dieses Tages nicht geregnet hatte und die Sonne mal kurz zwischen den Wolken hervor schielte.
Wir besuchten 3 Strände, Plethi verliebte sich in schwarze Perlen die es sonst nur auf Tahiti gibt und abends grillten wir unser eigenes Essen im „go Slow“.

Leider erhielt Plethi am Abend dann noch eine schlechte Nachricht und diese versaute Ihr den Abend und die Nachtruhe.

27.2.
Krethi schlief hervorragend was man von Plethi nicht behaupten konnte. Somit mußte Krethi heute besonders lieb zu seiner Plethi sein. Sein erster Versuch, den Wettergott zu beeinflussen scheiterte jedoch kläglich. Nach dem Frühstück öffneten sich die Himmelsschleusen und schiere Wassermassen erlaubten es nicht, nur einen Fuß aus dem Haus zu setzen. So hieß es abwarten und endlich gegen 11:00 hörte es auf. So konnten wir heute unsere 2 Inseltour starten. Es standen Aussichtspunkte und Leuchttürme auf dem Programm. Dazu dann ein kleiner Zwischenstopp in einem süßen Kaffee am Wegesrand. Habt Ihr schon mal Pizza mit Schimmelkäse und Honig probiert? Lecker!

Danach trauten wir uns dann ins Meer. Bei Wassertemperaturen oberhalb von gefühlten 20 Grad nicht unangenehm und bei einer artenreichen Wasserfauna in Strandnähe sehr unterhaltsam und schön. So blieben wir über eine Stunde zum Schnorcheln im Wasser und meine größte Fischsichtung waren zwei mittelgroße Naßhornfische (googeln).
Da an jedem Stand auch in der Nebensaison Umkleidekabinen und funktionierende kalte Duschen betriebsbereit sind, konnte wir nach dem Schnorcheln direkt nach Ishigaki Stadt aufbrechen und den Tag mit einem Austernessen beschließen.

28.2.
Heute war Cave man an der Reihe. Ishigaki hat mindestens 2 Grotten die man besichtigen kann. Da die erste Option am Wochenende geschlossen hatte, viel unsere Wahl auf die Sabichi Cave und ich muß sagen, wir wurden nicht enttäuscht. Die eigentliche Tropfsteinhöhle ist eher unspektakulär, spektakulär sind hingegen 2 Ausblicke, die sich bei der Wanderung erschließen.

Danach besuchten wir auf besonderen Wunsch meiner Plethi noch den Sunset Beach (menschenleer) bevor wir zum Essen diesmal einen Japanischen Thailänder aufsuchten und hervorragend scharf speisten. Etwas ausserhalb von Ishigaki Stadt gelegen, ist Ishigaki Farm to Table ARUN ein echter Geheimtipp. In diesem Resto ist der Name Programm. Alles wird in der hauseigenen Farm selber angebaut oder vom direkten Nachbar bezogen. Die Ehefrau hat ihre Kochkünste aus Thailand mitgebracht und der Ehemann ist ein hervorragender Gastgeber. Es war lecker und reichlich.

Weiter ging es mit der Inselerkundung. Nach bereits mehr 300km auf dem Tacho hatten wir schon den Ehrgeiz, möglichst viele schöne Stellen dieser recht kleinen Insel zu erkunden. Außerdem stand noch ein Mango Smoothie auf meiner Wunschliste und der Beweis an S&D, dass man in Japan auch draußen gemütlich essen und trinken kann.

Am Abend landeten wir dann in Ishigaki Stadt und hier wollte ich dann noch eine Kleinigkeit zu mir nehmen. Natürlich nicht nur ich, auch der kleine Hunger bekundete hierzu seine Absicht.
Wie der Zufall es so manches mal mit uns gut heißt, so fanden wir auch diesmal eine außergewöhnliche Lokation und wurden nicht enttäuscht. Wir empfehlen den Ishigaki Breakfast Club (kein Scherz) einen außergewöhnlich guten, für uns der Beste Burgerladen auf dieser Insel.

1.3.
Im Morgengrauen schlug bei mir Montezumas Rache zu. Ich denke, es war gestern etwas zu scharf für meine Verdauung. Da es sehr heftig war, beschloß ich, mein Zimmer vorerst nicht zu verlassen und in Sicherheitsreichweite zum vertrauten WC zu verbleiben. Dani erkundete bis nachmittags Kabira Beach und Umgebung. Ich verschlief bis 16:00 den Tag. Danach ging es wieder und wir schlenderten noch etwas in der näheren Umgebung herum und ich gönnte mir 2 Bananen. Bananen sind auf dieser Reise der Kaliumspender …. Insiderwitz ;))

10 Gedanken zu “Japan – Tokyo – die japanischen Alpen und gibt es auch die japanische Südsee? (14.2-17.3.2026)

  1. Avatar von Jürgen von Wirth Jürgen von Wirth

    Ich wünsche Euch eine unglaublich schöne Zeit und freue mich darauf, hier alles nach verfolgen zu können. Liebe Grüße an R + D + S + D! Macht es gut!

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  2. Avatar von Ulrike undKarl Ulrike undKarl

    Hallo ihr Lieben, wir haben gerade im Radio über JApan und die Onsen gehört und an Euch gedacht. Wir wünschen Euch einen erlebnisreichen Urlaub. Liebe Grüße

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  3. Avatar von Nicole Hölser Nicole Hölser

    Natürlich werde ich wie immer Deinem Reisebericht folgen und wünsche Dir, Deiner Frau und Euren Freunden einen wunderbaren und erlebnisreichen Aufenthalt in Japan. Viele Grüße

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  4. Avatar von Birgit Zitz Birgit Zitz

    Hallo Ralf,

    auch ich begleite Euch natürlich auf diesem Weg wieder bei Eurer Reise und habe viel Spaß beim Lesen und Fotos gucken. Nun ist das Quartett ja wieder zum Duo geworden. Ich wünsche Euch allen noch eine schöne Zeit in Japan und kommt gut heim.

    PS: Besonders gespannt bin ich auf die japanische Südsee 😊

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